I am loosed, i have the blues…

Hey meine lieben ExilberlinerInnen,

der Herbst steht an der Tür und trommelt mit aller Kraft gegen meine Scheibe. Und was mach ich? Ich dreh mich wieder um und beschwere mich über die Kälte. Dabei ist der Herbst mit seinen Farben und Gerüchen meine liebste Jahreszeit.

Doch seit zwei Jahren habe ich leider kleinere Probleme damit, die zunehmende Dunkelheit und die Wochen bis zur Weihnacht zu genießen. Ich habe den Blues.

Ein schönes Wort für eine schwere Krankheit. Es kostet eine Menge Überwindung, Dinge anzupacken und sich immer wieder anzutreiben. Nicht aufzugeben und weiterzumachen. Es kostet jede Menge Energie den ersten Schritt zu tun und sich danach nicht wieder hinzusetzen. Ich sage dazu gerne, dass ich gerade auf dem Weg bin, wieder krabbeln zu lernen. Laufen kann ich noch nicht wieder, schon gar nicht durch Leben rennen. Aber ich möchte es wieder. Ich brauche immer noch viel Unterstützung und Geduld (vor allem letzteres habe ich irgendwie immer zu wenig) und bin noch lange nicht am Ziel.

Schon alleine dieses Gefühl macht diese Wochen wieder schwer. Ich wünsche mir Superkräfte, um es schnell vorbeigehen zu lassen.

Und doch strahlt der Herbst immer eine Faszination aus, die mich an Farben, Licht und Wärme denken lässt. Fantasien, die ich besonders mag und denen ich dann gerne nachhänge. Ideen, die in meinem Kopf reifen, Wörter die wachsen und sich zu Geschichten formen. Ja, im Herbst und Winter werde ich kreativ und forme Texte, Bilder und Geschichten.

Vielleicht kommt ihr nun auch in den Genuss, wer weiß?

Bis bald,

eure Henny

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