eine kleine Liebe?

Liebe ExilberlinerInnen,

so langsam verliebe ich mich in eine Stadt, in der ich nicht lebe, die aber in der letzten Woche immer mehr zu meinem Lebensmittelpunkt wird. Hier lebt einer meiner Lieblingsmenschen und dieser zeigt mir immer wieder, was für schöne Ecken diese Stadt hat. Heute war ich in einem wundervollen kleinen Kino, habe einen tollen Film gesehen (BFG – wer den noch nicht gesehen hat, unbedingt anschauen!!!) und mir wurden wieder viele neue schöne Ecken gezeigt, in denen immer was los ist. Irgendwie stelle ich fest, dass ich immer mehr für Köln schwärme.

Vor Jahren war es für mich noch nicht einmal vorstellbar. Als Berlinerin ist Köln der absolute Gegner, was Großstädte betrifft, da es ebenso wild und bunt ist und eine Menge zu bieten hat. Zudem ist es immer noch eine Stadt die ich in der Karnevalszeit meide so gut es geht. Mir ist das alles zu laut und zu bunt!

Aber dennoch hat die Stadt Charme und durch liebe Menschen wird die Stadt näher, als sie je sein könnte. Wer weiß, vielleicht, eines Tages…?

Doch auch mein heimeliges grünes Bonn liebe ich sehr. Und werde es so schnell nicht missen.

Advertisements

ich bin wieder hier…

…in meinem Revier… hab mich nur etwas versteckt, wie Westernhagen so schön singt.DSC01868

Ich hab vieles neu erlebt, altes über Bord geworfen und mich selbst weiterentwickelt und vor allem immer wieder damit gehadert, in welche Richtung sich dieser Blog entwickeln soll. Denn ich habe festgestellt, dass ich mich vor allem an meinen Ansprüchen an diesen Blog selbst verloren habe. Viele Ideen schwirrten im Kopf, und doch konnten (oder wollten) sie nicht weitergeführt werden. Das ist einerseits schade, aber ich habe diesen Blog aus einem Grund ins Leben gerufen: für mich und meine Schreiblust. Es schwirren Ideen durch den Raum. Die einen greifen wir, die anderen lassen wir laufen und so sollte es auch mit disem Blog sein. Ich möchte mich nicht weiter unter Druck setzen. Und möchte zusammen mit Menschen die Welt entdecken, egal wie groß oder klein sie sein mag, Hauptsache über Grenzen hinaus.

Ich habe ein spannendes und aufregendes Jahr hinter mir.Voller tiefer Schluchten und Bergaufstiegen und fange gerade an wieder ich selbst zu sein. Es fühlt sich gut an und voller Ansporn, so wie eine große Vorfreude und Spannung aufs neue Jahr. Denn auch hier erwarten mich Hindernisse und Prüfungen, die einen bekannt, die anderen wohl überraschend und ich bin gespannt, was das Jahr 2016 noch für mich bereit hält, außer der „gefürchteten“ 3 vorne! 😉

Auf jeden Fall wird dieser Block etwas bunter, aber auch chaotischer, etwas sinnlicher aber auch nachdenklicher werden.

Ich wünsche allen einen guten Ritsch ins neue Jahr 2016 mit vielen Bestrebungen und Ideen.

Bis bald,

Eure Henny

Ab in die Blütenflut

Hallo meine lieben ExilberlinerInnen,

nachdem ich gestern einen ersten Eindruck gegeben habe, wo ich mich rumgetrieben habe, möchte ich euch heute weitere tolle Bilder zeigen, die bei meinem Ausflug gestern entstanden sind.

DSC01324

eines meiner Lieblingshäuser in unserer Umgebung

DSC01325

und auf gehts ins Getümmel

DSC01331

Ja, die tropische Wärme war zu spüren, aber sehr angenehm.

DSC01351

leider haben die Blätter mich nicht tragen können.

DSC01441

Spieglein, Spieglein im Wasser, wer ist die schönste Kröte in Bonn?

DSC01328 DSC01333 DSC01339 DSC01347 DSC01349 DSC01354 DSC01357 DSC01358 DSC01359 DSC01361 DSC01369 DSC01378 DSC01381 DSC01383 DSC01384 DSC01386 DSC01388 DSC01393 DSC01397 DSC01407 DSC01408 DSC01413 DSC01416 DSC01423 DSC01426 DSC01451 DSC01452 DSC01455 DSC01463 Ich hatte wirklich viel Spaß und war sehr beeindruckt von der Vielfalt dieses doch eher kleineren Botanischen Gartens. Klein, aber sehr fein, lässt sich bei diesem Garten nur sagen. Vor allem der kostenlose Eintritt innerhalb der Werktage kann durchaus viele Besucher locken, was für mich aber kein Argument war, dorthin zu gehen. Schon viel zu oft sind wir an den Grenze dieses Kleinods vorbeimarschiert und nun habe ich es endlich geschafft, einmal einen Blick hinein zu werfen. Ich bin gespannt, was die Stadt für mich noch alles zu bieten hat.

Wer möchte kann gerne einmal selbst vorbeischauen:
Meckenheimer Allee 171, 53115 Bonn
Öffnungszeiten der Gärten: Mo-So: 10-18h im Sommer (außer Samstags am Ruhetag), Sonntags mit Eintritt (Erwachsene 3€, Kinder 1€) die Gewächshäuser Mo-Fr: 10-12h; 14-16h, Sonntags 10-17:30h

Bis bald,

Eure Henny

Sommerzeit = Badezeit

Hallo meine lieben ExilberlinerInnen,

Nachdem ich im letzten Post mich schon nach Neuentdeckungen gesehnt habe, bin ich diese Woche meiner Neugier (und dem Drang nach Abkühlung) gefolgt und habe mit einer Freundin zusammen das erste Freibad in Bonn getestet.

Das Panoramabad (Bonn-Rüngsdorf)

Der erste Eindruck war zunächst…man wird das voll. Die Schlange auf der Straße war schon mal enorm, was aber auch den schlechten Öffnungszeiten geschuldet sein mag, da dieses Bad erst um 12h öffnet und schon wieder sieben Stunden später schließt. Doch erstaunlicher Weise ging alles dann doch ruckizucki und wir waren nach 10 Minuten drin. Und das Warten hat sich gelohnt.  

 Das Bad ist wirklich in einem guten Zustand und sehr gepflegt. Uns wurden gleich gute Schattenplätze empfohlen (ich bin ja kein Grillhähnchen) und auch die Umkleiden und Schließfächer waren sauber und in ausreichender Zahl vorhanden.  Die Becken machen gute Laune und bieten auf kleinerem aber alles ausreichende an Badespass. Einzig für die ganz kleinen Besucher ist zur Zeit das Becken gesperrt und wird umgebaut. 

Auch unseren Badehunger konnten wir als Vegetarier gut stillen, auch wenn die Imbissbude da eher zu wünschen übrig ließ. Wie gut wenn es noch Crêpes und einen Kiosk gibt.

Begeistert war ich zudem vom großen Aufgebot der BademeisterInnen, die dort in ausreichender Zahl und Freundlichkeit zur Verfügung standen.

Und auch die Aussicht lohnt sich, um dem Bad einen Besuch abzustatten.

Alles in allem ein gelungener BadeSpaß. Also rein in die Schwimmsachen und ab ins Bad.

Bis bald, 

Eure Henny

Long long time ago…

Hallo meine lieben ExilberlinerInnen!

Lange nichts gesehen und trotzdem wieder erkannt? Puh, da bin ich aber erleichtert. Nein im Ernst: So ein Kreativ-Flow ist in den letzten Wochen leider nicht über mich gekommen und daher kann ich es meinen LeserInnen nicht verdenken, dass keine Reaktionen auf meine Einträge kommen. Aber ich bin bereit wieder in die Tasten zu hauen und neuen Themen zu überzeugen. Wirklich!

So bietet sich das heute sehr aktuelle Thema der nie vergessenen Bauvorhaben doch nahezu an, oder? Zur Zeit herrscht in Bonn eine sehr rege Debatte darüber, wie nun das Traumprojekt „Beethoven-Festspielhaus“ doch noch realisiert werden könnte, nachdem sich gestern auch der letzte Sponsor verabschiedet hat. Warum braucht jede Stadt so ein Großprojekt? Hat Bonn nicht genug gelernt aus den Fehlern von Hamburg und Berlin? Schon lange krepeln alleine die beiden Städte herum, ganz zu schweigen von Stuttgart und anderen Konsorten. Liebe BonnerInnen, freut euch, dass ihr keinen zehn Kilometer hohen Schuldenberg damit auf euch zieht, zumal eine Realisierung bis 2020 doch sehr utopisch gewesen wäre. Doch in Bonn herrscht nun Panik, dass man kein schönes Festspielhaus hat und damit keine Festspiele a la Bayreuth fabrizieren kann. Bonn erhält das Erbe Beethovens in jedem Winkel dieser Stadt, da braucht es kein imposantes Schuldengebäude. Wir brauchen nicht immer höhere, tollere, gewaltigere Großprojekte. Überlassen wir es doch lieber anderen Städten, sich mit Großprojekten zu verausgaben und bleiben wir bei dem, was wir können: Schön sein! 🙂

Bis bald,

eure Henny

Bücherschränke

Hallo meine lieben ExilberlinerInnen,

ich weiß dass es lange her ist, dass ich hier etwas geschrieben habe, doch das Interesse ist nicht verloren gegangen. Heute möchte ich euch etwas vorstellen, was ihr kaum in der ach so gehypten Hauptstadt finden werdet: Bücherschränke. Ich selbst habe das System erst richtig in Bonn kennen und schätzen gelernt. In fast jedem Stadtteil stehen hier Bücherschränke und alle sind sie auf unterschiedlichste Weise bestückt. Und obwohl ich mehr als 20 Jahre in Berlin gelebt habe, habe ich so etwas auch nur vergleichbares nie dort gesehen. Ich bin begeistert von diesem System und kann es euch nur ans Herz legen, wenn ihr einmal nach Bonn kommen solltet. Ich habe mittlerweile vier davon kennengelernt und besuche sie regelmäßig.

Doch was ist überhaupt so ein Bücherschrank? Das Sytem lässt sich einfach erklären. Es handelt sich um einen öffentlichen Schrank, der mit Glastüren verschlossen ist und in den alle Personen ihre alten oder nicht mehr gewünschten (aber bitte eigene) Bücher hinbringen können und dort andere interessante Bücher entnehmen können. Hat man sie „ausgelesen“, bringt man die Bücher zurück, oder bringt, be besonderem Gefallen, andere Bücher wieder in den Schrank. Auf diese Weise füllen sich die Bücherschränke Woche für Woche mit neuen durchaus spannenden Büchern und sind allen Menschen zugänglich.

Ich bin fasziniert von der Vielzahl an Menschen, die hier in Bonn auf das Angebot zurückgreifen und die Schränke immer wieder in ihrer Vielfalt verändern. Für weitere und genaue Infos schaut einmal auf dieser Seite vorbei. Und für alle, die eventuell Vandalismus oder sonstiges mit den Schränken vermuten könnten, den sei gesagt, dass ich die Schränke bislang in einem stets ordentlichen Zustand vorgefunden habe, egal in welchem Viertel ich sie antraf.

DSC00201

Ein solches Projekt hat für mich Bilderbuchcharakter und sollte anderen Städten als Vorbild dienen, nicht zuletzt der Hauptstadt, die einem alles und zu jeder Zeit zugänglich machen möchte. Einige Nachbarstädte wie Trier haben sich dem Projekt angeschlossen und an öffentlichen Stellen ebenfalls Bücherschränke eingerichtet, die allerdings nur zu Öffnungszeiten der Stellen den Menschen zur Verfügung stehen und damit weniger Möglichkeit zu einem freien Zugang ermöglichen.

Ich wünsche mir mehr solcher Projekte, die die Menschen gleichstellen und allen einen Zugang zur Literatur ermöglichen, egal wie groß und klein, arm oder reich sie sind.

Bis bald,

Eure Henny